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11 Ideen, wie du naturverbundener leben kannst

11 Ideen, wie du naturverbundener leben kannst

Wie du dich in deinem Alltag mehr mit der Natur verbinden kannst (ohne gleich zum Waldschrat werden zu müssen!):


Das Klischee des perfekten naturverbundenen Lebens sieht ungefähr so aus: eine einfache Blockhütte irgendwo im Wald. Auf einer Feuerstelle köchelt eine Suppe aus Wildkräutern, der Kochlöffel ist ebenso selbstgemacht wie auch die Kleidung, der Sonnenlauf bestimmt den Tagesablauf und ein putzig herumturnendes Eichhörnchen vor der Tür rundet das Idyll ab. Selbstverständlich gibt es keinen Strom und damit auch keine elektrischen Geräte, von WLAN und überhaupt dem Internet ganz zu schweigen.

Ehhh…. Hand auf’s Herz – wie realistisch ist das für die meisten von uns, die in ganz normalen Häusern wohnen und ein Leben mit Job, Familie & Co. führen wollen?
Und heißt das, dass du als eine moderne Hexe, die das Internet ebenso sehr schätzt wie fließend Wasser und Essen aus der Mikrowelle, gar nicht wirklich naturverbunden leben kannst?!

Zum Glück nicht. Die Dinge sind nicht so schwarz-weiß und es gibt jede Menge Ansätze, wie du auch in deinen normalen Alltag nach und nach viel mehr Naturverbundenheit einziehen lassen kannst!

Hier habe ich 11 Anregungen für dich zusammengestellt:

#1 – Nimm die Jahreszeiten bewusst wahr

Gewöhne dir an, jeden Tag draußen spazieren zu gehen. Du kannst das auch mit deinem Arbeitsweg, der Gassirunde oder deinem Lauftraining verbinden. Achte darauf, welche Pflanzen am Wegesrand blühen, welche Farbe die Blätter der Bäume haben, ob du den Mond am Himmel sehen kannst und welche Form er gerade hat.

Vielleicht möchtest du das Wetter auch in einem kleinen Buch dokumentieren – oder in Fotos? Ich selber fotografiere regelmäßig in meinem Garten. Es ist spannend, später durch die Bilder zu blättern und quasi im Zeitraffer zu sehen, wie sich die Natur verändert hat.

Manchmal bin ich überrascht, weil mich meine Erinnerung trügt: oh, wir hatten vorletztes Jahr tatsächlich auch schon im November Schnee?! Oder: ich muss mir keine Sorgen machen, dass die neuen Triebe der Hostas so spät im Frühling noch nicht zu sehen sind – das war letztes Jahr genauso.

Schneebeere im Herbst

#2 – Reduziere deinen Plastikmüll

Im Einklang mit der Natur leben bedeutet nicht zuletzt, sie zu schützen und nicht zu zerstören.

Es ist unfassbar, wie viel Plastikmüll wir verursachen.

Ganz vermeiden lässt sich Plastik in unserer Gesellschaft einfach nicht. Ohne Plastik keine Stromkabel, keine Computer und Handys, keine Lichtschalter, kein Auto, … nicht mal das umweltfreundliche Fahrrad kommt ohne Gummi an den Reifen aus.

Aber was du tun kannst: das Plastik beim Verpackungsmüll reduzieren. Dafür ist keine wer weiß wie große Lebensumstellung nötig und du findest mittlerweile jede Menge Tipps dazu im Internet. Vielleicht gibt es in deiner Nähe sogar einen Unverpackt-Laden?

#3 – Bau dein eigenes Obst und Gemüse an

Es ist ein unfassbar tolles Gefühl, wenn die eigene Ernte auf dem Teller landet. Wenn du weißt, wie viel Arbeit dahintersteckt und was für ein Wunder die Natur da jedesmal vollbringt, wenn aus einem kleinen Samenkorn eine riesige Tomatenpflanze wird, die ihrerseits Tausende von neuen Samenkörnern hervorbringt.

Du brauchst dafür keinen Garten, auch auf dem Balkon kannst du viele Sorten anbauen: fast alle Kräuter gelingen in kleinen Blumentöpfen, in Kübeln kannst du Tomaten, Paprika, Mangold und sogar Kartoffeln ziehen. Du kannst auf deinem Balkon alle möglichen Salate pflanzen, Radieschen, Erdbeeren, und und und.

Wichtig: achte darauf, nur samenfestes Saatgut zu erwerben und keine Hybriden (gekennzeichnet durch ein „F1“ im Namen). Von Hybridsorten kannst du keine Samen sammeln und sie nicht selber vermehren. Durch samenfestes Saatgut schützt du alte Sorten!

#4 – Lerne die Landschaft kennen, in der du lebst

Naturverbunden zu leben beginnt mit der Natur direkt vor deiner Haustür. Wie verwurzelt bist du in der Gegend, in der du wohnst? Wie gut kennst du die Flüsse um dich herum, die Pflanzen, die Geschichte deiner Heimat?

Zu diesem Thema findest du hier einen ausführlicheren Beitrag mit vielen Anregungen:

#5 – Feiere die Jahreskreisfeste

Die acht Feste im Jahreskreis spiegeln den immer wiederkehrenden Kreislauf des Lebens und der Natur wider. Sie helfen dir dabei, den Übergang der Jahreszeiten bewusst wahrzunehmen.

Altar zu Ostara - Tagundnachtgleiche im Frühling

Wenn du dich damit unwohl fühlst, wirklich zu „feiern“ oder schlicht nicht weißt, was du da anstellen sollst, kannst du an diesen Daten auch einfach bewusst innehalten.

Entzünde eine Kerze, setz dich gemütlich hin und denke darüber nach, wie sich die Natur gerade verändert. Werden die Tage länger oder kürzer? Wie sieht es mit den Temperaturen aus? Und was hat das für all die Generationen deiner Ahnen bedeutet, die keine Elektrizität oder Supermärkte hatten und deren (Über-)Leben unmittelbar von der Witterung abhing?

#6 – Verschwende keinen Strom

Wieder so ein no brainer, wie es im Englischen so schön heißt: Strom ist toll und keiner will den ganzen Tag im Dunkeln hocken. Aber verschwende diese Energie nicht! Lass das Licht oder den Fernseher nicht an, wenn du den Raum verlässt. Schalte deinen Computer über Nacht aus. Leg dir Steckdosen mit Kippschalter zu, damit die Geräte nicht ewig im Standby vor sich hindümpeln. Erhitze nicht einen Liter Wasser im Wasserkocher, wenn du nur eine Tasse voll benötigst.

Geh einfach achtsam mit dieser Ressource um.

#7 – Sammle Saatgut und vermehre deine Pflanzen selber

Eine Pflanze fertig kaufen ist einfach. Ehrlicherweise mache ich das auch oft – teils, weil mir der Platz zum Heranziehen im großen Stil fehlt und teils auch aus Bequemlichkeit. Nicht an jedes Saatgut oder jede Sorte Steckling kommt man problemlos heran.

Aber gerade in Sachen Sommerblumen ist es nicht schwierig und ein schönes Gefühl, wenn du dir deine eigenen Samen sammelst und im nächsten Jahr daraus neue Pflanzen ziehst!

Meine Tipps für Pflanzen, mit denen das super klappt:

  • Ringelblumen
  • Kapuzinerkresse
  • Cosmea
  • Dill
Ringelblumen
Ringelblumen kannst du einfach aus Samen ziehen, ihre Blüten leuchten viele Monate lang gelb und orange

#8 – Fühle das Wetter

Wenn du draußen bist, nimm dir einen Moment, um die Witterung ganz bewusst wahrzunehmen. So oft hetzen wir von A nach B und ärgern uns dabei über das Wetter, wenn eine Windböe die Frisur ruiniert, es regnet oder viel zu warm ist oder viel zu kalt oder was auch immer.

Sonnenuntergang im Wald

Versuche, das Wetter ein paar Augenblicke lang wertfrei einfach nur bewusst zu spüren.

Fühle den Wind, wie er über deine Haut streicht und vielleicht einen Gedanken oder ein Gefühl wegweht, das du loslassen willst.
Schließe deine Augen und spüre die Wärme der Sonne auf deinem Gesicht oder auch die Regentropfen. Und wann hast du das letzte Mal versucht, mit der Zunge Schneeflocken zu fangen? 😉

#9 – Iss natürlicher

„Du bist, was du isst“, besagt ein Sprichwort. Zwanzig „E“s in einer Mahlzeit sind vermutlich nicht gerade gesund und definitiv nicht natürlich.

Fertiggerichte enthalten oft künstliche Konservierungsmittel – die sparst du dir, wenn du frisch kochst. Versuche, so viele naturbelassene Zutaten wie möglich zu verwenden.

Finde heraus, welches Gemüse gerade Saison hat und kauf möglichst regionale Waren. Auch im Supermarkt gibt es mittlerweile oft Honig, Säfte oder Obst und Gemüse aus deiner Umgebung.

#10 – Lerne die heimische Tier- und Pflanzwelt kennen

Wenn du draußen unterwegs bist, schau genau hin: was für Bäume sind das da eigentlich in deiner Straße? Sind das Ulmen oder Eichen oder was auch immer? Welcher Vogel ist das, der immer so schön singt? Und hast du gewusst, dass ein Großteil von dem „Unkraut“, was du im Garten findest, eine tolle Abwechslung im Salat oder als Pesto sein kann?

Auf Seiten wie unkraeuter.info kannst du dich einfach durch jede Menge Fotos klicken und findest so anhand der Blüten oder Blätter heraus, was da so alles wächst.

#11 – Beobachte Sonne und Mond

Kannst du sagen, welche Mondphase wir gerade haben? (Okay – ohne hier in die Sidebar oder meinen Mondkalender zu spinxen! 😀 )

Sichelmond und Frühnebel

Beobachte auch, an welcher Stelle genau die Sonne morgens aufgeht. Das ist ja nie exakt im Osten: im Sommer geht die Sonne eher im Nordosten auf, in den Wintermonaten mehr im Südosten. Wo ist es gerade der Fall?

Und wann hast du das letzte Mal einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang beobachtet? Plane das doch mal für die nächsten Tage ein! 🙂

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