Magischer Alltag - Kerze und Pentagramm

Nicht nur lesen – machen! 12 Ideen für deinen magischen Alltag

Bücher über Magie zu lesen, ist die eine Sache. Dann aber auch wirklich selber aktiv zu praktizieren, kann am Anfang ganz schön schwer sein. So überwindest du diese Hemmschwelle:

Bücher lesen ist ganz essentiell beim Erlernen der Hexenkunst. Du erfährst altes Wissen, verbindest dich mit den Ideen anderer, denkst über philosophische Fragen nach. Daran wächst du.

Aber genauso wichtig ist es, ins Handeln zu kommen. Sonst bleibt alles graue Theorie und du spürst gar nichts von der Kraft, um die es geht. Magie ist nichts Theoretisches, sondern verdammt wirklich und lebensnah. Das ist sonst ungefähr so, als würdest du die 300seitige Bedienungsanleitung deiner Kamera auswendig kennen, hättest aber noch nie auch nur ein einziges Foto aufgenommen. Da entginge dir etwas, oder?

Soweit die Theorie (pun intended). Am Anfang hatte ich allerdings gewisse Startschwierigkeiten und traute mich nicht, den Sprung in die Praxis zu tun.
Ich wusste nicht so recht, wo und wie ich anfangen soll. Wollte mich nicht öffentlich zum Vollpfosten machen und mich blamieren (vor meinem geistigen Auge sah ich mich, beobachtet beim Ritual, mit hochrotem Kopf und splitterfasernackt auf einer Waldlichtung sitzen, umringt von einer grinsenden Wandergruppe). Und ich ging viel zu kompliziert an die ganze Sache ran – „Ehh, ich hab keine 5 roten Kerzen und kein Glöckchen und überhaupt, nicht einmal einen Altar, so wird das eh nix…“

Kommt dir das bekannt vor?

Du musst nicht mit wehenden Gewändern theatralisch chantend durch den Stadtpark wandeln. Viele Dinge kannst du einfach für dich in deiner Wohnung oder in deinem Garten praktizieren – oder quasi „unsichtbar“ unter Menschen.
Für viele magischen Praktiken brauchst du keine speziellen, teuren Gegenstände, sondern kannst direkt loslegen mit dem, was sich eh bei dir daheim findet.

Also – klapp deine Bücher zu und los geht’s! 🙂

Inspirationen für einen magischen Alltag

  1. Zünde eine Kerze an (ein simples Teelicht tut’s auch) und setz dich in einer bequemen Haltung davor. Atme ruhig und gleichmäßig und entspann deine Muskeln – lass die Schultern sinken, lockere deine Gesichtszüge, lass los. Genieß die Ruhe in dieser Mini-Meditation.
  2. Geh spazieren und beobachte die Natur um dich herum: welche Pflanzen blühen gerade? Hörst du Vögel? Finde heraus, wie die Bäume und Wildkräuter in deiner Umgebung heißen.
  3. Schmücke eine Ecke in deiner Wohnung entsprechend der Jahreszeiten und Jahreskreisfeste. Das muss kein fancy Altar mit Kerzen und Pentagrammen sein, der bei Mitbewohnern und Besuch für hochgezogene Augenbrauen sorgt – ein hübsch zusammengestellter Teller mit einigen Zweigen, Blüten, Holzfiguren oder was auch immer geht als ganz normale Deko durch.
  4. Starte dein eigenes Grimoire.
  5. Pflanze selber einige Kräuter an – das geht auch auf dem Balkon oder sogar auf der Fensterbank. Verwende sie zum Kochen und in Salaten, als Tee oder zum Räuchern.
  6. Beobachte die Mondphasen. Wann geht der Mond wo auf? Welche Phase herrscht gerade?
  7. Leg dir Tarotkarten mitsamt einem erklärenden Buch zu und probiere verschiedene Legemuster aus, um Fragen aus deinem Leben zu beantworten.
  8. Stell dir eine Playlist mit inspirierender Musik zusammen, beispielsweise wie The Witchcraft Song Collection auf YouTube.
  9. Wenn es warm genug ist, setz oder leg dich draußen auf den Boden und schließe die Augen. Spüre deine Verbindung zur Erde unter dir und zum Himmel über dir.
  10. Zieh jeden Morgen eine Tarotkarte oder Rune und schlag ihre Bedeutung nach. Stell den Tag unter ihr Motto.
  11. Bastle eine Collage zu einem der Jahreskreisfeste oder male ein entsprechendes Bild. Du kannst es anschließend als Dekoration für deinen Altar aufstellen.
  12. Lass deinen Tag vor dem Schlafengehen Revue passieren und finde (mindestens) drei positive Erlebnisse oder einfach nur schöne Momente. Bedanke dich dafür bei den Göttern, einer bestimmten Gottheit oder einfach dem ganzen Universum – was auch immer sich für dich persönlich stimmig anfühlt.

Last but not least: hab Spaß dabei! 🙂 So eine tägliche magische Übung soll dein Leben bunter und reicher machen und nichts sein, wozu du dich mit einer To Do-Liste zwingen musst.

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