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Pendeln?! Funktioniert das wirklich? - Das tut es. Aber warum? Und was kannst du auspendeln?


Ich bin ja nun ein ziemlich pragmatischer Mensch und Pendeln war für mich lange Zeit „irgendso ein esoterischer Humbug“, bevor ich es einfach mal ausprobiert habe. 

Pendeln ist herrlich simpel. Man sieht direkt, ob es funktioniert oder nicht – ohne sich auf irgendetwas einstimmen zu müssen oder was auch immer.

Bevor ich den Selbstversuch gewagt habe, glaubte ich definitiv nicht ans Pendeln. Ich war mir zu 98% sicher, dass sich das Ding bei mir nicht bewegen würde und ich damit ruckzuck ein „Danke, das war’s“-Häkchen unter dieses Kapitel setzen könnte.

Mein schnödes DIY-Pendel

Man kann ein Schweinegeld für Pendel ausgeben – oder sich so ein Ding einfach selber bauen. In der Schublade fand ich einen Anhänger aus Lapislazuli, den ich an einem einfachen Stück Schnur befestigte. Ohne irgendwelches Brimborium.

DIY-Pendel

Du kannst auch einen Ring oder ähnliches nehmen.

Pendeln für Dummies

Das Prozedere ist herzlich einfach: du hältst die Pendelschnur zwischen Daumen und Zeigefinger und stützt deinen Ellbogen auf eine Tischplatte.
Achte darauf, dass die Schnur nicht verdreht ist. Halte die Hand ruhig und warte einen Moment, bis das Pendel sich nicht mehr bewegt.

Jetzt stellst du eine Frage – die kannst du laut aussprechen oder, wenn dir das zu doof ist, sie auch einfach in Gedanken formulieren. Fang mit etwas wirklich Banalem an, was sich eindeutig mit Ja oder Nein beantworten lässt und wo du die Antwort sicher kennst:

  • Ist heute Mittwoch?
  • Ergibt zwei plus zwei fünf?
  • Heiße ich Hugo?

Halte deine Hand ruhig – und dann kommt das Irre: nach wenigen Augenblicken beginnt das Pendel zu schwingen. Erst sachte, dann immer deutlicher. Und zwar je nachdem, ob die Antwort Ja, Nein oder Vielleicht lautet, in verschiedene Richtungen.
Das Bemerkenswerte daran ist, dass es sich reproduzieren lässt. Die gleiche Antwort bedeutet immer die gleiche Richtung.

Welche Richtung für welche Antwort steht, kann bei dir anders sein als bei mir. Bei mir ist es von links nach rechts für „Ja“, vor und zurück für „Nein“. Wenn das Pendel nur herumeiert, ist die Antwort bei mir nicht klar.

Es kann durchaus sein, dass dein Pendel stattdessen Kreise beschreibt, bei denen die Drehrichtung die Antwort bestimmt. Um sicherzugehen, kannst du auch direkt nach den Richtungen fragen:

  • Zeig mir die Bewegung für „ja“
  • Zeig mir die Bewegung für „nein“

Die Schwingbewegung ist dabei deutlich zu sehen und definitiv nichts, was du dir einbildest. Bei mir schwingt das Pendel ungefähr 2-3cm in jede Richtung aus.

Sobald du weißt, welche Richtung welche Antwort bedeutet, kannst du die eigentlich spannenden Fragen stellen – dazu kommen wir gleich. Lass uns aber erstmal kurz herausfinden, warum Pendeln überhaupt funktioniert und kein Hokuspokus ist.

Pendeln
Wer hätte gedacht, dass es so schwer ist, mit einer Hand ein Foto aufzunehmen, während man mit der anderen das Pendel hält… 😀

WTF – wieso funktioniert Pendeln?!

Wie gesagt, ich war anfangs sehr skeptisch. Weil ich sichergehen wollte, dass ich mir da definitiv nichts einbilde, habe ich Dutzende total banaler Fragen ausgependelt und die Antworten überprüft – und jede einzelne stimmte.

Ob das Pendel innerlich schon die Augen verdreht hat, wenn ich schon wieder mit einem „Ist drei mal drei zwölf?“ ankam? – Nope. Selbstverständlich wohnt in dem Pendel nämlich kein schaukelnder Geist drin und es steht auch keine unsichtbare Macht hinter dir, die das Ding anstupst. 

Was passiert, hängt einzig und allein mit dir und deinem Körper zusammen. Eine plausible Erklärung ist, dass das Pendel kleinste Muskelbewegungen in den Fingern sichtbar macht, die wir sonst nicht bemerken. Quasi ein Verstärker für körperliche Reaktionen, die unterbewusst ablaufen.

Was du auspendeln kannst – und was nicht

Logischerweise kannst du nur das auspendeln, was du zumindest unterbewusst weißt. Die Lottozahlen vom nächsten Wochenende gehören da (leider 😀 ) ebenso wenig dazu wie die Frage, ob es Tante Hedwig gut geht oder wann die nächste Staffel von Game of Thrones erscheint.

Was aber gut funktioniert, sind alle Fragen rund um dein Bauchgefühl:

  • Sollte ich mich auf diese Stelle bewerben?
  • Ist xyz eine gute Idee?
  • Tut dieses Nahrungsmittel meinem Körper gut?

Mach dich dabei nicht verrückt mit dem Pendeln und auch nicht abhängig davon. Nutze es nur für Entscheidungen, die dir wirklich schwer fallen. Wenn du jede Pillepalle auspendelst, von „Was soll ich heute anziehen?“ bis hin zu „Soll ich jetzt den Abwasch machen oder nicht?“, läuft etwas gewaltig schief.
Ich pendle ziemlich selten, so ungefähr alle drei Monate mal.

Ähnlich wie beim Kartenlegen gilt: auf doofe Fragen gibt es doofe Antworten.
Bevor du eine Frage auspendelst, solltest du dir zudem sicher sein, dass du die Antwort auch wirklich hören möchtest bzw. dir überlegen, mit welcher Antwort du wie umgehen würdest und welche Konsequenzen du daraus ziehen würdest.

Komplexes Pendeln mit Pendeltafeln

Neben den einfachen Ja-nein-Fragen kannst du auch komplexere Antworten auspendeln. Dazu nutzt du sogenannte Pendeltafeln – auf ein Blatt Papier malst du dir verschiedene Antworten auf und das Pendel schwingt dann in die jeweilige Richtung. Das können Skalen von 0 bis 100 sein (von links nach rechts) oder auch Kreise, wo jedes „Kuchenstück“ für etwas steht. Das wird beispielsweise beim Auspendeln von Allergien verwendet.

Die Tücke des Objekts beim Pendeln

Weil das Pendeln nun mal etwas verdammt Bodenständiges ist und nichts Übersinnliches an sich hat, spielt auch die gute alte Physik mit.

Wenn du mitten in einem tosenden Herbststurm stehst, kannst du das Pendeln vergessen. Ebenso, wenn du vor Aufregung zittrige Hände hast oder wenn dein Nachbar seine Bässe so arg wummern lässt, dass die Wände wackeln.

Wenn du ein Kreisdiagramm zum Pendeln nutzt, schlägt das Pendel ja in Richtung eines bestimmten Kuchenstücks aus. Heißt: logischerweise schwingt es dann auch wieder zurück und landet über dem gegenüberliegenden Kuchenstück. 😀 
Hier hilft es, wenn du entweder genau beobachtest, auf welches Kuchenstück es sich zuerst bewegt, oder wenn du die Gegenprobe machst und unterschiedliche Optionen gegenüber platzierst.

Hast du schon einmal gependelt oder pendelst sogar regelmäßig?

5 Kommentare

  1. vor 9 Monaten

    Als junges Mädchen habe ich mich mal ans Pendeln gewagt, aber keinen Erfolg und es dann eben auch als esoterischen Humbug abgelegt. Vielleicht ist es heute, wo ich offener dafür bin doch noch mal einen Versuch wert.

    Ich finde die Idee, nach der Richtung und ihrer Bedeutung zu fragen, wirklich gut. Allerdings funktioniert das mit der zweiten Frage Steht das Schwingen von links nach rechts für „ja“? doch nicht eindeutig oder? Denn wenn das Pendel dann mit von links nach rechts mit nein antwortet, geht man evtl. dennoch von ja aus. Ich halte da die Testfragen ganz oben oder die erste in diesem Abschnitt für aufschlussreicher. Oder irre ich mich? Bitte korrigiere mich, falls ich hier einen Denkfehler fabriziert habe.

    Auf jeden Fall ein sehr interessanter Beitrag. Vielen Dank.

    • vor 9 Monaten

      Stimmt, so richtig eindeutig ist das dann nicht, wenn das Pendel „nein“ sagt und man das fälschlicherweise als „ja“ interpretiert… das erinnert mich gerade so ein bisschen an das Paradoxon um den Satz „Dies ist eine Lüge“. 😀

      Generell bevorzuge ich auch diese einfachen Testfragen. Wenn ich eine längere Zeit nicht mehr gependelt habe, wiederhole ich solche Fragen nach dem Wochentag usw. zu Beginn dann tatsächlich nochmal, einfach um sicherzugehen, dass sich in der Zwischenzeit nichts geändert hat.

      • vor 9 Monaten

        Stimmt, in gewisser Weise ist es dann ein Paradoxon. 😊 Also ich werde das auf jeden Fall ausprobieren, vor allem nachdem du geschrieben hast, dass es mit allem funktioniert und vielleicht nutze ich einen alten Ring, der mir wichtig ist, aber leider seit meiner Kindheit nicht mehr passt, dafür. 😃

        Das ist eine gute Idee und werde ich wohl auch so machen. Aber erst mal wieder ausprobieren ob es diesmal eher was für mich ist.

        • vor 9 Monaten

          So einen Ring mit einer besonderen Bedeutung zu verwenden, klingt auf jeden Fall gut. <3
          Ich würde mich freuen, wenn du dann mal über deine "Pendeln 2.0"-Erfahrungen berichten würdest. 🙂

  2. […] in allen möglichen Farben. Plus Kerzenhalter, klar. Tarotkarten. Räucherwerk. Ein Pendel. Mindestens ein halbes Dutzend verschiedener ätherischer Öle. Selbstverständlich benötigst du […]